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Günther Pfaffinger (r.) zeigte Vertretern von Kreis und Schule, wie die Wasserleitungsrohre für die Wärmepumpe in die Bohrpfähle integriert sind.MZ MITTWOCH, 7. DEZEMBER 2011
An Berufsschule wird in Tiefe gebohrt
Bis Weihnachten sollen die 83 Bohrpfähle fertig sein.
Künftig wird auch Energie aus dem Boden geholt werden.
KELHEIM. Über den Baufortschritt der
Maßnahmen für die Erweiterung und den Umbau an der Staatlichen Berufsschule mit
Fachoberschule (FOS) und
Berufsoberschule (BOS) in Kelheim, an der Staatlichen Berufsschule in Mainburg
und der Lehrschwimmhalle am Gabelsberger Gymnasium
informierten sich am Montagnachmittag Landrat Dr. Hubert Faltermeier,
Kreiskämmerer Johann Auer, Architekten und Vertreter der jeweiligen
Einrichtungen. Auftakt war auf der Baustelle der Staatlichen Berufsschule in
Kelheim.
Landrat: „Interessante Baustelle“ Der Anbau an der FOS/BOS schreitet, dank des
milden Winters, gut voran. Die Bohrpfahlgründung ist laut Architekt
Norbert Raith seit November in Gang. Auch ein Bodenaustausch erfolgt. Es sei zu
sehen, wie schlecht der Baugrund sei. Eine Bohrpfahlwand verhindere, dass die
Pausenhalle während der Bauphase „runterrutscht“. Die Abwasserleitung sei
provisorisch eingebaut worden, um den Schulbetrieb aufrechterhalten zu können.
Der Landrat sprach von einer interessanten Baustelle, erwähnte unter anderem
auch das Problem im Untergrund und plädierte für den Standort Kelheim.
Dipl.-Ing. Günther Pfaffinger vom Ingenieurbüro Brundobler informierte über das Energiekonzept für die
FOS/BOS in Kelheim, wofür bei der Bohrpfahlgründung die Leitungen für die
Geothermie miteingebaut werden. Mit fünf Grad plus käme das Wasser
aus dem Boden und werde mittels Wärmepumpe „auf ein nutzbares Niveau gehoben“.
Insgesamt 83 Bohrpfähle bis in eine Tiefe von 17 bis 18 Metern sind geplant.
Als Fertigstellungstermin für
den Neubau nannte Architekt Raith September 2013, dann seien noch Anpasssungsarbeiten beim Bestand. Das Ziel sei, im nächsten
Jahr den Rohbau „dichtzubringen“. Die Firma möchte, so Raith, bis Weihnachten
mit der Bohrpfahlgründung fertig sein. Die Be einträchtigung durch die Bohrung sei nicht allzu schlimm,
so Studiendirektor Hans Meyer. Die Kosten für die Baumaßnahmen der Staatlichen
Berufsschule Kelheim, FOS und BOS bezifferte Kreiskämmerer Auer auf 9,58 Millionen
Euro, wofür die Förderung 40 Prozent betrage. Nach der Frostperiode
gehe es mit dem Rohbau sehr schnell weiter. Das Investitionsprogramm für die
nächsten drei Jahre beinhalte 20 Millionen Euro. Dazu gehöre auch die
Berufsschule. 4,5 Millionen Euro seien für nächstes Jahr für das Gebäude
veranschlagt. „Wir liegen im Zeitplan“, freute sich Rektor Bernhard Moser
dieser Tage auf MZ-Anfrage. Momentan entsteht direkt vor der Aula in
Pfahlbauweise der Unterbau für den dreistöckigen Anbau. „Das ist eine intelligente
Lösung, die Geothermie gleich zu integrieren“, so der Schulleiter, „das
halbiert die Kosten“. Gleichzeitig können die Anlagenmechaniker, die hier zur
Schule gehen, praktisch sehen, wie eine Erdwärmeanlage, in Säulen mit 85
Zentimeter Durchmesser, eingebaut wird. Alte Aula verschwindet „Das können wir
gleich für den Unterricht benutzen“, so Bernhard Moser, „das ist hochaktuell“.
In den Pausen schauen so die Schüler und die Lehrer der FOS/BOS interessiert
durch die große Glasfront zu, wie draußen gebaggert, gebohrt und betoniert
wird. Moser: „Die alte Aula wird weggerissen, in das neue, dreistöckige Gebäude
integriert und an der Stirnseite wird ein Eingang angedockt.“ Im Moment befindet
sich ein provisorischer Eingang an der Ostseite. Die Busschüler müssen um die
Schule herumlaufen und benutzen einen Eingang neben den Werkstätten. Für die
Schüler, die mit dem Auto kommen, ist ein neuer Parkplatz unterhalb der FOS/BOS
asphaltiert worden, jedoch „ist der obere Parkplatz für die Baumaschinen
gesperrt und so ist die Parksituation nur teilweise entschärft, allerdings ist
auch ein Teil der Schüler nach Abensberg outgesourct
worden, “. (eb/xlf)



